Steuererklärung einreichen: Wie ich Jahr für Jahr durchschnittlich 1.240 € vom Finanzamt zurückbekomme
Kein Pflichtfach, kein Steuerberater nötig – nur 20 Minuten, ein paar Belege und die richtige Software.
Was die Steuererklärung 2026 bringt
Jahrelang habe ich gedacht, eine Steuererklärung lohnt sich bei mir nicht. Kein Haus, keine Kinder, kein kompliziertes Leben – was sollte da schon zusammenkommen? Dann hat mich eine Kollegin gefragt, wie viel ich beim letzten Steuerbescheid zurückbekommen hätte. Meine Antwort: „Ich habe noch nie eine abgegeben.“ Ihr Blick sagte alles. Im Jahr darauf habe ich es zum ersten Mal gemacht, mit einer Steuersoftware, an einem Sonntagabend. Zwanzig Minuten später stand die Zahl da: 1.187 Euro Erstattung. Seitdem mache ich es jedes Jahr, und der Betrag lag seither immer nah am bundesweiten Durchschnitt von 1.240 Euro. Der Haken: Wer nicht abgibt, bekommt garantiert nichts zurück – und genau das passiert Millionen Menschen jedes Jahr.
Das Problem: Millionen verschenken ihre Erstattung
Nur wer in bestimmten Fällen mehrere Arbeitgeber, Lohnersatzleistungen oder bestimmte Nebeneinkünfte hat, ist zur Abgabe verpflichtet. Für alle anderen ist die Steuererklärung freiwillig – und genau das hält viele davon ab, sie überhaupt zu machen. Dabei zeigt die Statistik ein anderes Bild: Von den Steuerpflichtigen, die eine Erklärung abgeben, bekommt die große Mehrheit Geld zurück, im Schnitt 1.240 Euro.
Was technisch dahintersteckt
Der Arbeitgeber zieht jeden Monat Lohnsteuer nach Schema ab, ohne persönliche Ausgaben zu kennen. Automatisch berücksichtigt wird nur die Werbungskostenpauschale von 1.230 Euro im Jahr. Erst wenn die tatsächlichen Werbungskosten darüber liegen – etwa durch den Arbeitsweg, Homeoffice-Tage oder Arbeitsmittel – wirkt sich der übersteigende Betrag auf die Erstattung aus. Genau diesen Teil holt die Steuererklärung nach.
- Entfernungspauschale: 0,38 € pro Kilometer, bereits ab dem ersten Kilometer
- Homeoffice-Pauschale: 6 € pro Tag, maximal 1.260 € im Jahr
- Arbeitsmittel: Fachliteratur, Computer, Schreibtisch anteilig absetzbar
- Nur der Betrag oberhalb von 1.230 € wirkt sich zusätzlich aus
Die Lösung: Steuersoftware statt Papierformular
Wie es bei mir lief
Statt mich durch die Formulare von Mein ELSTER zu kämpfen, habe ich WISO Steuer 2026 genutzt. Die Software führt im Interview-Stil Schritt für Schritt durch alle Angaben, übernimmt Daten aus dem Vorjahr automatisch und ruft auf Wunsch die vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt) direkt von der Finanzverwaltung ab – Lohnsteuerbescheinigung und viele andere Daten sind dann schon vorbefüllt. Am Ende reicht die Software die Erklärung direkt über die ELSTER-Schnittstelle ein, ganz ohne Papierkram.
„Du brauchst kein Steuerwissen, nur deine Belege“, hat mir die Kollegin damals gesagt – und genau so hat es sich angefühlt. Die Software fragt in Alltagssprache nach Arbeitsweg, Homeoffice-Tagen und Anschaffungen, rechnet im Hintergrund alles gegen die Pauschbeträge und zeigt am Ende die zu erwartende Erstattung an, bevor überhaupt etwas eingereicht wird.
WISO Steuer 2026 im Überblick
- Für Steuerjahr 2025, nutzbar unter Windows, Mac, Android und iOS
- Automatische Datenübernahme aus dem Vorjahr sowie über die vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt)
- Geeignet für Angestellte, Rentner, Vermieter und Selbstständige
- Direkte Übermittlung an das Finanzamt über die ELSTER-Schnittstelle
- Einstiegspreis ab ca. 25 € pro Jahr, deutlich günstiger als ein Steuerberater
Welche Steuersoftware solltest du nutzen?
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf deine Steuersituation und deinen Anspruch an. Mein ELSTER ist kostenlos, aber wenig komfortabel und ohne Interview-Führung. Bei den kostenpflichtigen Programmen lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Testergebnisse, statt einfach das bekannteste zu nehmen.
- WISO Steuer 2026 ist in mehreren aktuellen Tests 2026 vorn: CHIP-Testsieger (März 2026), bei Stiftung Warentest „Sehr gut“ (1,5), bei Computer Bild Testsieger (1,2) und bei Focus Money „Sehr gut“ (1,2). Empfehlenswert, wenn du Vermieter, Selbstständiger bist oder eine komplexere Steuererklärung hast und den vollen Funktionsumfang willst.
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Berechne dein Erstattungspotenzial
Vereinfachte Schätzung auf Basis der Werbungskostenpauschale 2026 (1.230 €), Entfernungspauschale (0,38 €/km) und Homeoffice-Pauschale (6 €/Tag, max. 1.260 €). Keine Steuerberatung, nur eine grobe Orientierung – die tatsächliche Erstattung hängt von deiner individuellen Situation ab.
Die Rechnung: Was bringt das konkret?
- 25 km Arbeitsweg, 180 Bürotage im Jahr: 25 × 180 × 0,38 € = 1.710 € Entfernungspauschale
- 40 Homeoffice-Tage im Jahr: 40 × 6 € = 240 € Homeoffice-Pauschale
- Zusammen: 1.950 € Werbungskosten, davon 720 € über der Pauschale von 1.230 €
- Bei einem Grenzsteuersatz von 30 %: rund 216 € zusätzliche Erstattung – nur durch diese beiden Posten
- Bundesweiter Durchschnitt aller Erstattungen: 1.240 € pro Jahr
Unterm Strich: 20 Minuten Aufwand gegen im Schnitt über tausend Euro Erstattung – ein Tausch, den sich kaum jemand entgehen lassen sollte.
Der Wechsel-Trick
Statt Papierformular oder reinem ELSTER eine Steuersoftware wie WISO Steuer 2026 nutzen – Vorjahresdaten und VaSt automatisch übernehmen.
spart vor allem ZeitDer Frist-Trick
Freiwillige Steuererklärungen lassen sich bis zu vier Jahre rückwirkend einreichen – 2022 zum Beispiel noch bis Ende 2026.
bis zu 4 Jahre nachholbarDer Homeoffice-Trick
6 € pro Homeoffice-Tag ansetzen, bis zu 1.260 € im Jahr – oft der einfachste Weg über die Pauschale zu kommen.
bis 1.260 €/JahrDer Pendler-Trick
Entfernungspauschale von 0,38 € pro Kilometer ab dem ersten Kilometer für den Arbeitsweg geltend machen.
0,38 €/kmDer Familien-Trick
Bei Ehepaaren lohnt sich ein Blick auf die Zusammenveranlagung, oft günstiger als getrennte Erklärungen.
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Jetzt prüfen →Übrigens lohnt sich nach der Erstattung noch ein zweiter Blick: Wohin mit dem Geld, wenn es aufs Konto kommt? Wer die Erstattung nicht sofort ausgibt, sollte prüfen, ob das eigene Girokonto oder ein Tagesgeldkonto überhaupt noch zeitgemäß verzinst ist.
Wohin mit der Erstattung?
Ein Vergleich lohnt sich, bevor das Geld einfach auf einem gering verzinsten Girokonto liegen bleibt.
Girokonten vergleichen →Muss ich überhaupt eine Steuererklärung abgeben?▼
Nur in bestimmten Fällen ist die Abgabe Pflicht, zum Beispiel bei mehreren Arbeitgebern oder Lohnersatzleistungen. Alle anderen können freiwillig abgeben und bekommen meist Geld zurück.
Bis wann muss ich die Steuererklärung für 2025 abgeben?▼
Bei Pflichtveranlagung gilt der 31. Juli 2026, bei Nutzung eines Steuerberaters der 1. März 2027. Freiwillige Erklärungen können bis zu vier Jahre rückwirkend eingereicht werden.
Wie hoch ist die durchschnittliche Steuererstattung in Deutschland?▼
Laut Statistischem Bundesamt lag die durchschnittliche Erstattung zuletzt bei 1.240 Euro.
Was ist die Werbungskostenpauschale 2026?▼
1.230 Euro werden automatisch berücksichtigt. Nur wenn die tatsächlichen Werbungskosten darüber liegen, bringt das zusätzliches Geld zurück.
Was bringt die Homeoffice-Pauschale?▼
6 Euro pro Homeoffice-Tag, maximal 1.260 Euro im Jahr, zusätzlich zur normalen Werbungskostenpauschale.
Ist eine Steuersoftware wie WISO Steuer sinnvoll oder reicht ELSTER?▼
ELSTER ist kostenlos, aber wenig komfortabel. Software wie WISO Steuer führt Schritt für Schritt durch die Angaben und übernimmt Vorjahresdaten automatisch.
Welche Steuer-App sollte ich nutzen, WISO Steuer oder tax?▼
WISO Steuer eignet sich für komplexere Fälle wie Vermieter oder Selbstständige und ist mehrfacher Testsieger 2026 (u. a. CHIP, Stiftung Warentest, Computer Bild). tax von Buhl ist die günstigere Preis-Leistungs-Sieger-Alternative für einfache Steuererklärungen als Angestellte oder Rentner.
Was ist die vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt)?▼
Ein Service der Finanzverwaltung, der bereits gemeldete Daten wie die Lohnsteuerbescheinigung automatisch in die Steuererklärung überträgt.
Muss ich, wenn ich einmal freiwillig abgegeben habe, das jedes Jahr tun?▼
Nein. Eine freiwillige Steuererklärung begründet keine Pflicht für die folgenden Jahre, jedes Jahr ist eine neue Entscheidung.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Steuererklärung – Durchschnittliche Rückerstattung, Stand Juni 2026. Keine Steuerberatung, alle Angaben ohne Gewähr. Mit Sternchen gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links, für dich entstehen keine Mehrkosten.
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